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10. September 2020

Warntag 2020: Warntag ist Wahntag für Attila H.

  • Katja Thorwarth
    vonKatja Thorwarth
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Donnerstag war Warntag inklusive Probealarm. Das ist die offizielle Version. Was tatsächlich hinter den Sirenen steckte, wusste Attila Hildmann besser. Ein Kommentar.

„Liebe Freunde, Kameraden, Patrioten und deutsche Nationalisten, heute ist der 10. September ... Bitte vergesst niemals: Dieser ehrenlose Feind hinter Corona, der Corona benutzt, um einen kommunistischen Total-Überwachungsstaat zu errichten, ist ein kleiner, schwacher, feiger Drecksfeind ...“ Attila Hildmann spricht mit bedeckter Stimme, sich der Tragweite der Situation durchaus bewusst. Nicht viele seien es, die im „BRD-Regime“ die Strippen ziehen, allerdings kontrollierten sie die Medien - was nun überhaupt nichts Neues ist. Das wissen wir doch längst von „Pegida“.

Lediglich von 5000 „Dämonen“ aka „Corona-Verbrechern“ könne die Rede sein, wobei ihnen „83 Millionen stolze Deutsche“ gegenüber stünden. Das ist aber eine gewagte Zahl, immerhin sind hier die 5000 ebenso implizit, wie die komplette Antifa GmbH, sämtliche Vertreter*innen der Lügenmedien, alle Virolog*innen und WHO-Geheimagenten.

Attila Hildmann gibt sein bestes und warnt

Egal, zurück zum Warntag, der aktuell die größte Bedrohung zu sein scheint. In „Schockstarre“ würden sie verfallen, die Menschen, die der Sirenen-Alarm trift wie der Blitz. Und wer ist schuld, dass das rote Regime das deutsche Volk in ängstliche Knechtschaft zwingt? Richtig, die Medien, „die Hauptverbrecher“ („findet alle E-Mail-Adressen heraus...“), die es maßgeblich zu bekämpfen gelte.

Das ist einigermaßen phantasielos, da hätte man von einem Attila Hildmann durchaus mehr Alleinstellungsmerkmale erwarten können. Geschenkt, immerhin hat er seine sich selbst auferlegte Mission erfüllt, die Menschen gewarnt vor den Sirenen des Teufels, die Tod und Unheil bringen. Und wer den heutigen Tag übersteht, der sollte sich nicht zu früh freuen: Immerhin soll morgen ein Anschlag der Regierung auf ein Atomkraftwerk stattfinden. Niemand kann behaupten, nicht gewarnt worden zu sein.

Vorabmeldung: Am Donnerstag, den 10. September, startet um 11 Uhr erstmals seit 1990 und dem Ende des Kalten Krieges ein bundesweiter Probealarm - subsumiert unter dem Schlagwort Warntag 2020. „Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfähigkeit zu stärken“, heißt es erklärend auf der Seite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Damit die Menschen wissen, wie sich der Notfall anhört, wird der auf- und abschwellende Heulton der Sirenen einminütig auf allen Kanälen unters Volk gespült.

Warntag 2020 - Nicht mit Vegan-Koch Attila Hildmann

Doch ist diese Erklärung tatsächlich glaubwürdig? Oder handelt es sich beim Warntag 2020 am Donnerstag nicht vielmehr um ein Zeichen der dunkelroten Kommunisten-Merkel, die den Startschuss gibt zur endgültigen Unterwerfung des deutschen Volkes? Bei Attila Hildmann, Vegan-Koch mit Hang zu Rechtsextremismus und Antisemitismus, klingelten diesbezüglich nämlich bereits am 10. August sämtliche Alarmglocken: „Wir können davon ausgehen, dass sie ab Mitte/Ende September (10.9.2020 Bundesweiter Warntag vom Katastrophenschutz) den zweiten Lockdown ausrufen und Deutschland in 5-km-Sektoren unterteilen. … Die NATO übt seit Monaten für die zweite Welle, und wir können davon ausgehen, dass sie dann die Bundeswehr ‚unterstützen.“

Warntag“, da kann ein Hildmann nur wissend lächeln, schließlich lässt er sich nicht die NWO-Pharma-Diktatur für einen Probealarm verkaufen. Denn was zum Kerngeschäft der „Khazaren-BRD-Mafia“ gehöre, ist eigentlich und sowieso nur eins: den Menschen Angst einjagen, denn „von der Angst“ leben die da oben bekanntlich. Und wer vor lauter Angst wegen Sirenengeheuls und „Warntafeln!“ keine einzige Hirnzelle mehr aktiviert bekommt, der schert sich auch nicht um einen zweiten Lockdown. Was dann passiert, dürfte auf der Hand liegen: „Sollten sie den zweiten Lockdown“ ausrufen, drohe Lebensmittelknappheit, das Internet könnte ausfallen - „Telekom hängt bei Corona tief mit drin“ -, die Wasserversorgung zusammenbrechen, und mangels Strom könnten sowieso für immer und ewig die Lichter ausgehen: „Da ist Stalingrad nichts dagegen.“

Plant die Bundesregierung einen Anschlag auf Atomreaktor? Hildmann scheint überzeugt

Oha, Hildmann hat also Front-Erfahrung. Nein, es handelt sich hier nicht um einen Scherz, A.H. meint so etwas ernst. Ebenso ernst dürfte er es am 23. 8. gemeint haben, als er einen „Anschlag auf den Reaktor von Brokdorf“ als das „deutsche 9/11“ orakelte: „ALLE IN BROCKDORF UND UMGEBUNG WARNEN! Ich bin mir sicher sie planen was Böses!“ Beweise gefällig? Eine angebliche Order 2019 von 190 Millionen Jodtabletten. Wobei die womöglich gar kein Jod enthalten sondern Gift. Hildmann lässt sich da nichts vormachen.

Wenn Sirenen heulen, wird Attila Hildmann, Kochbuch-Autor, misstrauisch - das gilt auch für den Warntag 2020.

Das Ende ist also nah, wir werden alle sterben, viele schon am Donnerstag, und A.H. hat es von Anfang an gewusst: „Ich gehe stark davon aus, dass sie es so alles umsetzen werden, denn bis jetzt hatte ich bei allem Recht!“ Nun ja, vielleicht in nicht so ganz allem, oder etwa doch? „Sind meine und Theorien (und die) anderer korrekt, dann werden wir von den dunkelsten Mächten regiert und am 15. Mai nach dem INKRAFTTRETEN der Gesetzesnovelle werden SIE ALLE IHRE MASKE ABNEHMEN und ihr wahres Gesicht zeigen!“ Demnach leben wir also seit vier Monaten in einer Diktatur. Attila Hildmann dürfte das so unterschreiben, auch wenn es vermutlich die meisten außer ihm gar nicht merken.

Rubriklistenbild: © via www.imago-images.de

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