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Der Oligarch Igor Kolomoiski steht wohl hinter der Kampagne des TV-Komikers Wladimir Selenski. 

Ukraine

Kampf der Oligarchen

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Bei der Wahl in der Ukraine hat Selenski gute Chancen auf einen Sieg. Der Komiker gilt als Marionette des exilierten Oligarchen Igor Kolomoiski. Der Kommentar. 

Die ukrainischen Wähler waren am Sonntag nicht zu beneiden. Sie hatten zum Beispiel die Wahl zwischen dem amtierenden Präsidenten Petro Poroschenko und Julia Timoschenko, einer Ölprinzessin, die seit Jahrzehnten davon träumt, endlich alle ehemaligen Oligarchenkollegen unter ihre Fuchtel zu bekommen. Und da war dann noch TV-Komiker Wladimir Selenski, der gute Witze über seine Konkurrenten, aber kein Programm zu bieten hatte. Insgesamt 39 Kandidaten, die meisten fragwürdig.

Was der Ukraine bevorsteht, ist nach diesem Wahlgang ungewiss. Selenskis Kampagne gilt als Projekt des exilierten Oligarchen Igor Kolomoiski, der mit seinem Kollegen Poroschenko verfeindet ist. Wenn er Präsident wird, könnte das einen neuen Verteilungskampf auslösen, wobei diesmal Poroschenko das Exil drohen könnte.

Eher beunruhigende Aussichten. Aber tritt man einen Schritt zurück, stellt man schnell fest, dass es viel trostlosere politische Willensbildungsprozesse gibt in der ehemaligen Sowjetunion. Undenkbar, dass etwa in Russland, Aserbaidschan oder Kasachstan ein Präsidentschaftskandidat antreten dürfte, der Wladimir Putin Gefängnis androht. Das ukrainische Volk dagegen muss sich – ganz demokratisch – für das kleinste Übel entscheiden.

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