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Zerrissene Infoschriften der AfD-Hessen liegen auf dem Boden (Archivfoto).
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Zerrissene Infoschriften der AfD-Hessen liegen auf dem Boden (Archivfoto).

AfD Alternative für Deutschland

AfD vor der Wahl: Politik oder Ressentiment?

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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Hervorgegangen aus einem monothematischen Protest gegen die europäische Geldpolitik, will die Alternative für Deutschland (AfD) sich nun offenhalten für alles, was sonst noch über die Straßen und Plätze zieht. Kommentar zum geplanten Rechtsruck bei der AfD.

Politische Bewegungen unterscheiden sich von Parteien vor allem durch ihr Gespür für den Augenblick. Sie geben sozialen Strömungen eine Richtung, aber vorerst scheint alles im Fluss. Eine politische Bewegung hat buchstäblich etwas Mitreißendes. Der direkte Zugriff auf authentischen Ausdruck und Emotionen ist das Pfund, mit dem sie gegenüber den trägen Verständigungsmechanismen von Parteien wuchern kann. Wenn Politik über die Straße geht, scheint zumindest vorübergehend die Diskrepanz zwischen mühsamer Willensbildung und entschlossener Tat aufgehoben.

Die Alternative für Deutschland (AfD) erweckt schon im Namen den Anschein, die Entwicklung zu einer ganz gewöhnlichen Partei noch etwas aufschieben zu können. Hervorgegangen aus dem monothematischen Protest gegen die europäische Geldpolitik, will sie sich nun offenhalten für alles, was sonst noch über die Straßen und Plätze zieht. In einem Strategiepapier, das vorsichtig tastend ?Weg zum Parteiprogramm? genannt wird, überragen nun Themen die Eurofrage, die bislang von nationalen und nationalistischen Gruppierungen favorisiert wurden.

Die AfD will wachsen und glaubt, dabei nicht sehr wählerisch sein zu können. Als Partei aber wird sie sich entscheiden müssen, ob sie Antworten anbieten will oder ob das Schüren von Ressentiments ihr oberstes Ziel ist.

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