Kindergeld

Vorurteil widerlegt

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Wenig überraschend zeigt eine Studie, dass Eltern Kindergeld für Kinder ausgeben. Ein Kommentar.

Die Studie über das Konsumverhalten von Eltern widerlegt das Vorurteil, wonach Eltern das Kindergeld lieber für Alkohol, Tabak oder Unterhaltungselektronik ausgeben als für Kinderzimmer, Kinderklamotten oder Kitabeiträge.

Demnach hat derjenige ein seltsames Weltbild, der Eltern, egal welcher sozialen Schicht sie angehören, unter den Generalverdacht stellt, sie würden die staatlichen Hilfen lieber selbst verprassen.

Das Ergebnis sollte denen Mut machen, die für aktive Kinderförderung des Staats streiten. Je 100 Euro Kindergeld steigt der Studie zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind eine Kindertageseinrichtung besucht, um fünf Prozentpunkte.

Die direkten Zahlungen fördern auch, dass Kinder häufiger zum Sport oder zur Musikerziehung gehen. Die sogenannte frühkindliche Bildung sorgt letztlich dafür, dass auch die Aufstiegschancen für Kinder aus ärmeren Schichten steigen.

Die Studie sollte nun Grund sein, Kindergelderhöhungen bei den zwei Millionen Kindern, die auf Hartz IV angewiesen sind, ankommen zu lassen. Sie gehen bei der beschlossenen Erhöhung auf 328 Euro leer aus.

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