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Theresa May zu Besuch bei Donald Trump.

USA und Großbritannien

Vorteil Theresa May

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Britische Premierministerin sammelt Pluspunkte beim Besuch im Weißen Haus. Ein Kommentar.

Der Besuch der britischen Premierministerin Theresa May im Weißen Haus hat auf der Insel vorab Besorgnis ausgelöst. Dabei gibt es aus britischer Sicht nur Pluspunkte. Die erste ausländische Regierungschefin zu sein, die mit dem neuen US-Präsidenten zusammentrifft, ist in jedem Fall gut. Die Britin wird sich in den nächsten Tagen kaum retten können vor Nachfragen, wie sich Donald Trump im Vier-Augen-Gespräch verhält. Dass der Mann vor Kameras seinem Image gemäß agiert, wissen wir. Aber Weltpolitik wird noch immer vor allem hinter verschlossenen Türen gemacht. Da hat May einen wichtigen ersten Eindruck erhalten.

Zudem findet der Sohn einer Schottin erklärtermaßen die Heimat seiner Mutter toll. Das kann May nur Recht sein. Das Brexit-geschädigte Land braucht alle denkbaren Verbündeten. Ob es nach dem EU-Austritt zu einem schnellen Handelsdeal mit Washington kommt, wird sich später zeigen. Einstweilen geht es um gute Stimmung.

Auf dem Kontinent haben viele die Briten seit langem als Einflussagenten Washingtons wahrgenommen. Sollte May über diesen Status nicht hinauskommen, hätte sich also nicht viel geändert. Wenigstens wären dann die Verhältnisse klarer als zu Zeiten der nicht weniger US-hörigen Maggie Thatcher und Tony Blair. Und wenn ihr die Gratwanderung gelingt – umso besser.

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