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Fast alle Schauspielerinnen trugen bei der Preisverleihung schwarze Roben.

Hollywood

Vorbildlicher Protest

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In Zeiten von #MeToo ist es gut, dass die Stars der Filmbranche ein Zeichen gesetzt haben. Das Beispiel sollte Schule machen.

Schwarz wirkt nicht ausschließlich elegant. Die Farbe ist zugleich ein Ausdruck von Trauer, aber auch von Protest. Bei der Verleihung der Golden Globes haben sich in diesem Jahr die Frauen aus dem Filmgeschäft dazu entschieden, Schwarz zu tragen – aus Solidarität denen gegenüber, die in Hollywood sexuell belästigt wurden, und um sich als einheitliche Gruppe in Zeiten von #MeToo demonstrativ auf die Seite der Opfer zu stellen.

Dieser stille, aber bilderstarke Protest sollte Vorbild sein. Man kann, darf und sollte solche Galas auch für politische Zwecke nutzen, denn sie erreichen mehr Menschen als jeder Nachrichtenbeitrag, jedes Posting, jede Twitterdebatte.

Es ist längst nicht das erste Mal, dass die Filmszene ihre Galas für politische Proteste nutzt. Vorbilder, die Scharen von Fans anlocken, sollten die Bühne und die mediale Aufmerksamkeit häufiger nutzen, um auf Defizite, Ungerechtigkeit und Missstände hinzuweisen. Denn Bilder bleiben länger in den Köpfen als jeder Hashtag. Und die #MeToo-Debatte hat das bitter nötig.

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