Inlandsflüge

Vielflieger müssen mit gutem Beispiel vorangehen

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Eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung trägt mit der Fliegerei zur Erderwärmung bei. Das Argument, es gehe nicht anders, ist oft pure Fantasielosigkeit. Der Kommentar.

Allein bis Juli dieses Jahres bringt es das Bundesumweltministerium mit rund 1000 Mitarbeitern auf 1740 Flüge zwischen Bonn und Berlin – und es scheinen jährlich eher mehr als weniger zu werden. Das ist peinlich und muss sich dringend ändern.

Das Argument, Ministerien, Beratungsfirmen oder internationale Organisationen kämen um die Fliegerei eben nicht herum, ist in vielen Fällen pure Fantasielosigkeit: Ändert eure Arbeitsabläufe! Die halbe Menschheit hat heutzutage Geschäftspartner, politische Mitstreiter oder Familienmitglieder rund um den Globus verteilt - und die meisten von ihnen schaffen es ohne permanentes Fliegen. Müssen es schaffen.

Im vergangenen Jahr sind nur fünf Prozent aller Menschen weltweit geflogen, 80 Prozent haben noch nie ein Flugzeug bestiegen. Eine kleine Minderheit ist also für die große Umweltbelastung verantwortlich. Und eine noch kleinere Minderheit fliegt monatlich, wöchentlich oder sogar täglich.

Diese Menschen sind die ersten, die ihre Routinen ändern müssen. Wer, wenn nicht das Umweltministerium, sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen?  

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