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Kommentar

Von Theater und Kür

Die Corona-Krise und die publikumsfreie Online-Variante des politischen Aschermittwochs hatten einen angenehmen Nebeneffekt: Es lässt sich sachlicher reden. Der Kommentar.

An der Cola im Bierkrug hat es nicht gelegen, dass dieser politische Aschermittwoch so ungewöhnlich war. Edmund Stoiber hat sich Kamillentee servieren lassen zum Auf-die-Gegner-Einschlagen zum Beginn der Fastenzeit. Daran ist viel Theater. Es geht um einen Wettbewerb der derben Sprüche, mit etwas Glück sind sie witzig, häufig verglimmen sie als Vorurteilsfeuerwerk. Die Corona-Krise und vermutlich auch die publikumsfreie Online-Variante der Veranstaltungen hatten da einen angenehmen Nebeneffekt: Es lässt sich sachlicher reden, wenn niemand die Intensität der Applausstürme misst.

In einem Wahljahr gerät so eine Veranstaltung zu einem Schaulaufen über den Tag hinaus. Mehrere Kanzlerkandidaten waren zu besichtigen, tatsächliche wie Olaf Scholz von der SPD und mögliche wie Markus Söder, die beiden Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck und der relativ frisch gekürte CDU-Vorsitzende Armin Laschet. Und alle hatten sie eine Erzählung, ein Hauptmotiv dabei. Gemeinsamkeit und Optimismus waren das bei Laschet. Bei Söder dominierte das Ich.

In einem Wahlkampf geht es um Sachpolitik, aber auch darum, Begriffe zu besetzen. Die Stammtische sind ja längst aus den Bierzelten weitergewandert ins Internet, nicht nur am Aschermittwoch.

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