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Von Höckes Gnaden

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Von: Jan Sternberg

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Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag, spricht auf dem Bundesparteitag der AfD in Riesa.
Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag, spricht auf dem Bundesparteitag der AfD in Riesa. © dpa

Chrupalla ist – mehr noch als Weidel – ein Chef von Höckes Gnaden. Man muss ihm fast Erfolg wünschen, sich davon befreien zu können. Um der Demokratie willen. Der Kommentar.

Eine rote Linie zu Rechtsextremen wird bei der AfD niemand mehr ziehen. Die Machtkämpfe in der Partei sind entschieden. Der Rück- und Austritt des Vorsitzenden Jörg Meuthen im Januar war ihr Endpunkt. Tino Chrupalla und Alice Weidel vereinen nun Fraktions- und Parteiführung bei der AfD. Die AfD stellt sich zudem endgültig als jene Partei auf, die den Unmut der Straße in die Parlamente trägt. Und sie will die Partei sein, die von kommenden Krisen wie etwa Inflation profitiert.

Der wahre Sieger von Riesa ist der Thüringer Björn Höcke, über den Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang sagt, er sei Rechtsextremist. Er hat strategisch auf diesem Parteitag alles erreicht, was zu erreichen war. Er hat die Satzung geändert, dass die Partei auch von einem einzigen Vorsitzenden geführt werden kann.

Er will Vorsitzender einer Strukturkommission werden und die Partei in seinem Sinne umbauen. Chrupalla ist – mehr noch als Weidel – ein Chef von Höckes Gnaden. Man muss ihm fast Erfolg wünschen, sich davon befreien zu können. Um der Demokratie willen.

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