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Vom Kopf auf die Füße

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Von: Jan Sternberg

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Die Bundespolizei ist seit der Einführung der 3G-Regelung am 24. November bundesweit in 579 Fällen hinzugerufen worden, wenn es im Regional-und Fernverkehr zu Verstößen kam. (Symbolbild)
Die Bundespolizei ist seit der Einführung der 3G-Regelung am 24. November bundesweit in 579 Fällen hinzugerufen worden, wenn es im Regional-und Fernverkehr zu Verstößen kam. (Symbolbild) © Monika Skolimowska/dpa

Würden die Milliarden zielführender eingesetzt, wäre ein Nahverkehr, den sich jede und jeder leisten kann, in Reichweite. Der Kommentar.

Mehr Bundesgeld für Bus und Bahn allein, wie von den Ländern gefordert, wird die Verkehrswende nicht voranbringen. Die Strukturen müssen verändert werden, Gewohnheiten geschleift, Denkverbote aufgehoben werden. Es ist doch bezeichnend, dass die Bahn-Gewerkschaft EVG Forderungen aufstellt, die das ganze System vom Kopf auf die Füße stellen könnten: Zentrale Mobilitätsagentur, zentrale Standards, nur noch ein Verkehrsverbund pro Bundesland – und als Bonus obendrauf ein 365-Euro-Jahresticket oder gleich ein kostenloser Nahverkehr wie in Luxemburg.

41,5 Prozent der Kosten für den ÖPNV werden aus Fahrkartenverkäufen gedeckt: Mehr als die Hälfte der Kosten für den Verkehr werden heute schon subventioniert.

Würden die Milliarden zielführender eingesetzt, wäre ein Nahverkehr, den sich jede und jeder leisten kann, in Reichweite.Vielleicht schaffen wir etwas wie ein Klimaticket für drei Euro pro Tag wie in Österreich. Und ganz vielleicht könnte ein Jahresticket auch Voraussetzung dafür sein, in der Innenstadt einen Anwohnerparkplatz zu beantragen – als weiterer Anreiz fürs Umsteigen.

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