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Hauptsache bunt: Der Karneval der Kulturen.
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Hauptsache bunt: Der Karneval der Kulturen.

Online-Petition Zeichen gegen Pegida

Vielfalt auf der Straße? Unbedingt!

  • Nadja Erb
    VonNadja Erb
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Für den Karneval der Kulturen in Berlin fehlt Geld. Trotzdem darf das Fest nicht sterben, findet Perry Ottmüller und denkt dabei auch an die Pegida-Demonstrationen. Der Reggae-DJ hat deswegen eine Online-Petition gestartet.

Perry Ottmüller war noch Schüler, als er das erste Mal mit einem eigenen Wagen bei dem dabei war, was er „die tollste Party der Welt“ nennt. Das war im Jahr 2000. Wenn es nach dem Berliner Reggaemusiker und Konzertveranstalter ginge, würde er auch diesmal an Pfingsten seine Grooves in den Straßen der Hauptstadt erklingen lassen – so wie in den 15 Jahren zuvor. Doch Ottmüllers „Highlight des Jahres“, der Berliner Karneval der Kulturen, droht an der Finanzierung zu scheitern. Für das viertägige multikulturelle Straßenfestival im Stadtteil Kreuzberg, das 1996 ins Leben gerufen wurde und zuletzt 1,4 Millionen Besucher anlockte, ist nicht genug Geld da.

Perry Ottmüller will diese Unsicherheit nicht hinnehmen. Er hat eine Online-Petition gestartet, um Druck auf die Politik zu machen. „Der Karneval der Kulturen muss gerettet werden. Das ist ein Fest der gelebten Vielfalt und Lebensfreude“, sagt er. „Da kommen Menschen aus der ganzen Welt, um zusammen zu lachen und zu feiern, da fahren türkische und kurdische Wagen direkt hintereinander“, begeistert sich der Reggae-DJ.

Ottmüller ist sich sicher, dass eine Absage des Karnevals der Kulturen ausgerechnet jetzt ein fatales Signal wäre. „Angesichts der Pegida-Demonstrationen von zehntausenden Rechten und frustrierten Menschen, braucht Deutschland 2015 einen solchen Leuchtturm der Toleranz mehr denn je“, sagt er.

Mit seiner Petition will Ottmüller den vielen Teilnehmern, den kleinen Kulturgruppen, Künstlerkollektiven und Aktiven eine Stimme geben. In den nächsten Wochen habe er mehrere Treffen mit Berliner Abgeordneten, um über die Zukunft des Festivals zu sprechen. „Ich will ihnen zeigen, dass es sehr viele Menschen gibt, denen der Karneval der Kulturen am Herzen liegt“.

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