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Viel Zeit bleibt nicht

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Von: Damir Fras

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Im Prinzip eine gute Idee, aber wohl nicht so schnell umsetzbar.
Im Prinzip eine gute Idee, aber wohl nicht so schnell umsetzbar. © dpa

Die EU-Kommission sorgt mit einem Impfpass für eine gute Nachricht - nach verstolpertem Start der Impfkampagne, Sorgen wegen nicht gelieferter Vakzine und Streit um Verteilquoten in der EU

Endlich hat die EU-Kommission Vorschläge gemacht, wie auch Europäerinnen und Europäer der gewohnten Lebensweise wieder einen Schritt näherkommen könnten. Ein digitales Zertifikat, also ein EU-weiter Impfausweis, soll dafür ein entscheidendes Instrument sein. Nach verstolpertem Start der Impfkampagne, Sorgen wegen nicht gelieferter Vakzine, Ängsten vor Nebenwirkungen und Streit um Verteilquoten in der EU ist das eine der wenigen guten Nachrichten seit langem. Allerdings ist noch nicht ausgemacht, ob das Impfzertifikat schon in diesem Sommer zu einem EU-internen Reisepass wird. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

Die EU-Kommission hat getan, was sie tun konnte und durfte. Sie hat Empfehlungen abgegeben, denen die 27 Mitgliedstaaten folgen müssen, um das Zertifikat zu einem Erfolg zu machen. Die Regierungen der EU-Staaten müssen liefern, um nicht den letzten Rest an Vertrauen zu verspielen, dass die Politik in der Lage ist, die Pandemie zu bewältigen.

Die Empfehlungen der Kommission sind gut. Im Impfzertifikat sollen neben der Impfung gegen das Coronavirus auch überstandene Infektionen sowie Nachweise über negative Corona-Tests vermerkt werden. Das würde sicherstellen, dass auch Nichtgeimpfte relativ unbeschwert reisen könnten.

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