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Videokameras sollen für mehr Sicherheit sorgen.
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Videokameras sollen für mehr Sicherheit sorgen.

Überwachung

Videokameras helfen nicht

  • Tobias Peter
    VonTobias Peter
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Der Bundesinnenminister will mit verstärkter Videoüberwachung gegen die Terrorgefahr vorgehen. Doch das Aufstellen neuer Kameras ist abzulehnen. Ein Kommentar.

Mittels Videoüberwachung nach Terroristen und Kriminellen Ausschau zu halten, sei zwar die Suche nach der Nadel im Heuhaufen – aber wichtig. So argumentieren die Befürworter von mehr Kameras im öffentlichen Raum. Doch wer immer neue Orte überwacht, hat die Augen nicht mehr nur auf den Heuhaufen gerichtet, sondern auf die Scheune.

Wann immer der Staat mehr Sicherheit verspricht und dafür die Persönlichkeitsrechte einschränken will, sind vorab Fragen zu stellen: Ist der Eingriff verhältnismäßig? Wird der Zugewinn an Sicherheit lediglich suggeriert? Das Aufstellen immer weiterer Kameras dient diesem Placebo-Effekt – und ist deswegen abzulehnen. Straftaten können so nicht verhindert werden. Laut einer Studie haben die vielen Kameras in London nicht dazu beigetragen, die Kriminalitätsrate zu senken.

Erforscht werden sollte, ob sich mit Gesichtserkennungssystemen an Flughäfen terroristische Gefährder entdecken lassen. Das würde die Sicherheit erhöhen. Eine solche Maßnahme müsste durch Regeln flankiert werden. Die Zahl der gespeicherten Personen müsste streng beschränkt, die Auswahl der Orte limitiert sein.

Ein Ja zu einer punktuell sinnvollen Nutzung solcher Technik dürfte nicht zum Einfallstor einer Speicherung von Gesichtern im großen Stil werden.

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