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Um ein gutes Gewissen zu haben und Gewinn zu erzielen, entschlossen sich viele Bürger für Prokon.
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Um ein gutes Gewissen zu haben und Gewinn zu erzielen, entschlossen sich viele Bürger für Prokon.

Kommentar: Anleger Prokon

Vernunft und Vorsicht

  • Markus Sievers
    VonMarkus Sievers
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Nicht Verbote sind der beste Schutz für Anleger, sondern Vernunft, Wissen und Vorsicht. Diese Lehre sei aus der Prokon-Insolvenz zu ziehen.

Skandale am unregulierten Grauen Kapitalmarkt hat es immer wieder gegeben. Und es braucht nicht viel Mut, um vorherzusagen, dass Pleiten wie beim Windkraftbetreiber Prokon auch in Zukunft allzu sorglose Anleger viel Geld kosten werden. Einen Vollkaskoschutz kann es an den Finanzmärkten nicht geben, schon gar nicht bei Anlageformen mit hohen Renditen und entsprechend hohen Risiken wie bei Prokon.

Erstaunliche Lücken

Dennoch weist der Anlegerschutz ein halbes Jahrzehnt nach Ausbruch der globalen Finanzkrise auch in Deutschland noch erstaunliche Lücken auf. Unverständlich ist, dass bis heute überforderte Gewerbeaufsichtsämter den Grauen Kapitalmarkt kontrollieren und nicht die Experten von der Finanzaufsicht Bafin. Das Bonner Amt sollte den aktiven Vertrieb dieser hochspekulativen Anlagen an normale Sparer untersagen dürfen.

Allerdings hätte bei Prokon selbst die beste Aufsicht nicht von Anfang an das Scheitern des Geschäftsmodells vorhersehen können. Viele Bürger drängten in die Anlage, weil sie auf ein gutes Gewissen und einen guten Gewinn hofften. Sie pochten auf ihr Recht, mit ihrem Geld nicht Akw-Betreiber, sondern junge Windenergie zu unterstützen. Und auf ihr Recht, genau wie Großinvestoren die Chance auf acht Prozent Rendite wahrzunehmen. Nicht Verbote sind der beste Schutz für Anleger, sondern Vernunft, Wissen und Vorsicht.

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