Dieselgipfel

Verkehrswende statt aktionistischer Maßnahmen

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Es wäre ein Fehler, wenn sich der Dieselgipfel nur mit Maßnahmen für die besonders betroffenen Städte beschäftigen würde. Eine echte Mobilitätswende muss kommen. Der Kommentar.

Es ist falsch, sich beim Dieselgipfel und dem Thema „Saubere Luft“ auf Städte zu fokussieren, in denen Fahrverbote schon verhängt worden sind oder in denen sie drohen. Ganz zu schweigen davon, dass es viele Bürger für ungerecht halten, dass nur Orte mit den schlechtesten Schadstoff-Werten vom Diesel-Paket mit Nachrüstung und Umtauschaktionen profitieren sollen.

Die gesamte Verkehrsinfrastruktur ist in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. Sie klassisch zu sanieren, erfordert schon mehrere Milliarden. Wenn sie auch noch zukunftsträchtig werden sollen – Stichwort Steuerung durch Künstliche Intelligenz – wird noch tiefer in die Taschen gegriffen werden müssen.

Eine Verdoppelung der Fördermittel, wie sie die Kanzlerin gerade verkündete, ist aktionistisch – wenn daraus nicht mehr wird. Das muss es aber: Denn der grundsätzliche Umbau des Verkehrs ist ein Element des Klimaschutzes. Die Städte werden dies nicht allein stemmen können.

Eine echte Mobilitätswende würde sich sicher für alle Beteiligten lohnen. Stadtbewohner könnten im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen. Die Kommunen wären in der Lage, Verkehrskonzepte zu entwickeln, die ihre Attraktivität steigern und die Wirtschaft könnte gute Geschäfte mit guten Ideen machen.

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