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Langzeitaufnahme vom Autoverkehr am Stuttgarter Neckartor, wo Filter (weiße Würfel) für bessere Luft sorgen sollen.

Luftverschmutzung

Ganz oder gar nicht: Verkehrswende, aber ernsthaft!

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Mehr Nahverkehr, mehr Radwege, mehr E-Mobilität: Verkehrsexperten machen eine klare Ansage - endlich, findet unser Autor.

Endlich mal eine klare Ansage von ganz oben: Deutschland braucht eine echte Verkehrswende, um die Luft in den Städten sauberzumachen. Das fordern die führenden Experten der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina. Es braucht den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, E-Autos statt Verbrenner, mehr Platz für Fahrrad- und Zu-Fuß-Verkehr, Tempolimits auf städtischen Autobahnen, ein besseres Verkehrsmanagement. Und, natürlich, die Finanzmittel dafür.

Die Kanzlerin höchstselbst hatte die Wissenschaftler darum gebeten. Eigentlich zwar, um den Dieselabgas-Streit zu klären, bei dem ihr Verkehrsminister Scheuer sich auf die „Expertise“ von 107 Lungenärzten mit Rechenschwäche stützt. Doch heraus kam dabei eine vernichtende Kritik der Verkehrs- und Luftreinhalte-Politik der letzten zehn Jahre.

Diesel-Fahrverbote bringen kaum etwas - aber gesund ist Stickoxid auch nicht

Dass kleinräumige Diesel-Fahrverbote wenig bis nichts bringen, sagen die Forscher auch. Das ist keine Neuigkeit. Es handelt sich um Alibimaßnahmen in Städten, die sich jahrelang nicht um die Stickoxidgrenzwerte gekümmert hatten und dann durch Gerichte unter Druck kamen. Der Irrwitz so mancher Regelung liegt auf der Hand – gut, wenn bessere Lösungen gefunden werden. Doch dass Stickoxide gesund sind, haben die Experten nicht gesagt. Im Gegenteil. 

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