1. Startseite
  2. Meinung

Verhandeln - sonst nichts

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Finn Mayer-Kuckuk

Kommentare

Ein Erdbeben in Nordkorea hat Befürchtungen über einen möglichen neuen nordkoreanischen Atomtest ausgelöst. Die amerikanische Erdbebenwarte berichtete am Sonntag, die Erdstöße hätten die Stärke 5,6 erreicht.
Ein Erdbeben in Nordkorea hat Befürchtungen über einen möglichen neuen nordkoreanischen Atomtest ausgelöst. Die amerikanische Erdbebenwarte berichtete am Sonntag, die Erdstöße hätten die Stärke 5,6 erreicht. © dpa

Die USA müssen nach dem Waffentest mit dem nordkoreanischen Regime reden, um das Schlimmste zu verhindern. Ein Kommentar.

Die Spannungen um Nordkorea sind zu einer handfesten Nuklearkrise eskaliert. Wenn nur eine Seite sich unbesonnen verhält, droht ein Krieg, bei dem Millionen Menschen sterben.

In dieser Not könnte Donald Trump seine vorgeblich größte Stärke ausspielen: Verhandlungsgeschick. Sein bestverkauftes Buch heißt „The Art of the Deal“. Ein Rat: Man muss sich alle Optionen offenhalten und seinen Gegner kennen. Genau so ein Taktiker ist jetzt gefragt.

Stattdessen bekommen wir einen Trump, dessen Lager sich widerspricht. Außenminister Rex Tillerson redet von Diplomatie, CIA-Chef Mike Pompeo fordert einen Regimewechsel. Sicherheitsberater Herbert McMaster faselt vom Präventivkrieg.

Dabei ist es ganz einfach. Die Option eines Erstschlags gegen Nordkorea muss vom Tisch, dafür müssen US-Abgesandte nach Pjöngjang reisen und einen guten „Deal“ herausholen. So ekelhaft Kim sein mag – es muss erst einmal alles getan werden, um einen Krieg zu verhindern. Dazu gehören auch Zugeständnisse an einen Gewaltherrscher.

Auch interessant

Kommentare