Terrorismus

Die vergessene Gefahr des islamistischen Terrors

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Das Risiko von Anschlägen ist längst nicht gebannt. Das zeigt der jüngste Schlag gegen den „Islamischen Staat“ in Nordrhein-Westfalen. Der Kommentar.

Mit Ausbruch der Corona-Krise fokussiert sich die öffentliche Wahrnehmung auf die Bewältigung der Folgen dieser epochalen Pandemie. Andere Gefahren für die freiheitlich-demokratische Grundordnung könnten dabei schnell aus dem Blick geraten. Vor diesem Hintergrund wirkt es beruhigend, dass in Nordrhein-Westfalen ein wirkungsvoller Schlag gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gelungen ist.

Auch wenn islamistischer Anschläge in Europa seltener geworden sind, ist die Bedrohung nicht verschwunden. Die Rückzugsgebiete für gewaltbereite Islamisten werden in Syrien, dem Irak und Afghanistan zwar kleiner. Das bedeutet aber, dass „Gefährder“ verstärkt nach Europa ausweichen – und damit das Risiko potenzieller Anschläge wieder wächst.

Hinzu kommt, dass der IS mögliche Attentäter verstärkt aus muslimisch geprägten ehemaligen Sowjetrepubliken rekrutiert. Die Festnahme von fünf Verdächtigen aus Tadschikistan belegt diese Tendenz. Es muss im Sicherheitsinteresse Deutschlands liegen, den Verfolgungsdruck auf diese Szene hochzuhalten.

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