Atomstreit

Vergebene Chance

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Die Zeit der Annäherung im Atomstreit zwischen den einstigen Kriegsgegnern USA und Nordkorea geht dem Ende entgegen und wird wohl ergebnislos bleiben. Der Kommentar.

Das Zeitfenster für Verhandlungen im Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea schließt sich, nachdem Diktator Kim Jong Un den 2018 selbst auferlegten Stopp von Tests mit Atomwaffen und Langstreckenraketen beendet hat. Ein paar Monate bleiben noch, bis der Präsidentschaftswahlkampf in den USA dann diese Phase der Annäherung der einstigen Kriegsgegner endgültig beenden dürfte. 

Viel Hoffnung bleibt also nicht. Zu weit liegen die Positionen Washingtons und Pjöngjangs trotz aller schönen Worte und noch schönerer Bilder der Treffen zwischen Trump und Kim noch immer auseinander. Beide Seiten waren kaum kompromissbereit und versäumten es, den kleinen Erfolgen wie dem Moratorium Nordkoreas und weniger Manöver zwischen den USA und Südkorea weitere folgen zu lassen. 

Seoul durfte beispielsweise die wirtschaftlichen Beziehungen zum Nachbarn nicht ausbauen. Das sollte erst nach der Denuklearisierung möglich werden. Nun wird wohl nichts davon realisiert. Und die Region mit möglichen nordkoreanischen Tests mit Atomwaffen oder Langstreckenraketen wieder unsicherer.

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