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Verdammte Pflicht 

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Von: Kristina Dunz

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Der russische Staatspräsident Wladimir Putin.
Der russische Staatspräsident Wladimir Putin. © WANG ZHAO /AFP

Muss sich noch jemand finden, der das Feuer wieder austritt, das Putin entfacht hat und das der Westen eine Zeit lang hat brennen lassen. Scholz hat es gesagt, es ist die verdammte Pflicht der Staats- und Regierungschefs. Der Kommentar.

Eskalation statt Deeskalation. Wenn es in der Ukraine tatsächlich zum Krieg kommt, werden alle etwas verlieren. Kiew am Ende den Kampf gegen das übermächtige Russland. Moskau den Frieden mit dem Westen. Und der Westen Vertrauen seiner Bürgerinnen und Bürger.

Ein Teil der derzeitigen Staatenlenker ist nicht zu jung, um sich an Traumata, Gräuel und Tod zu erinnern, von denen ihnen ihre Eltern oder Großeltern aus dem Zweiten Weltkrieg berichtet haben. Es wäre unverzeihlich, wenn die Verantwortlichen diese Mahnung schon vergessen hätten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die schwächelnde Nato mit seinen Aggressionen gegen die Ukraine wieder zusammengeschweißt und die transatlantischen Beziehungen gestärkt. Das ist so ziemlich das Letzte, was er wollte. Es ist zu befürchten, dass er kaum einen gesichtswahrenden Ausweg ohne Angriff sieht.

Und Olaf Scholz schlussfolgert: Die Bundeswehr muss gestärkt werden und Deutschland als viertgrößte Volkswirtschaft auf internationaler Bühne vorangehen. Aufrüstung mit Worten. Muss sich noch jemand finden, der das Feuer wieder austritt, das Putin entfacht hat und das der Westen eine Zeit lang hat brennen lassen. Scholz hat es gesagt, es ist die verdammte Pflicht der Staats- und Regierungschefs.

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