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„SUV töten“: Nach dem schweren Unfall mit vier Toten in Berlin kochen die Emotionen hoch.

Debatte um Obergrenze

SUVs taugen nicht als Feindbild - verändert die Autos!

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Die SUVs taugen nicht als Feindbild - andere verkehrspolitische Ziele sind zielführender. Ein Kommentar.

SUVs sind aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken – und als Feindbild in der Debatte um die richtige Klima- und Verkehrspolitik schon gar nicht. Nach dem schrecklichen Unfall in Berlin-Mitte mit vier Toten fordern Grüne nun eine „Obergrenze“ für diese Fahrzeuge in Innenstädten. Das ist populistisch, aber nicht hilfreich.

Die Hauptrisikogruppe bei Unfällen sind junge Raser. Diese fahren aber nur selten SUVs. Es wäre also sinnvoller, ein Fahrverbot für Unter-25-Jährige zu fordern als ein SUV-Verbot. Und wie sollte eine „Obergrenze“ aussehen? Wer sollte diese wie kontrollieren? Auch ökologisch wäre ein pauschales Verbot fragwürdig: Es gibt SUVs, die verbrauchen weniger Kraftstoff als eine Limousine.

Keine Frage: Eine Maschine von 2500 Kilogramm zu nutzen, um 100 Kilogramm Mensch durch die Gegend zu befördern, erscheint nicht zeitgemäß. Trotzdem wird es in diesem Jahr mehr als eine Million neue SUVs geben. Diese Blechlawine lässt sich nicht mit unpraktikablen und anfechtbaren Verboten eindämmen.

Zielführender wäre es, eine starke Motorisierung hoch zu besteuern und nur noch Autos zuzulassen, die nicht mehr als acht Liter verbrauchen. Das würde das ewige „dicker, schwerer, schneller“ in der Autobranche schnell unsexy machen. 

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