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Anhänger von Juan Guaidó protestieren in Caracas.

Venezuela

Juan Guaidó spielt mit dem Feuer

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Für den Machtkampf zwischen den venezolanischen Präsidenten muss man Schlimmes befürchten. Ein Kommentar.

Nach diesem Wochenende mit Toten und Verletzten muss man für den Machtkampf zwischen den venezolanischen Präsidenten Schlimmes befürchten. Keiner der Kontrahenten gibt nach, keiner kann sich entscheidend durchsetzen. Auch deshalb bat Juan Guaidó die internationale Gemeinschaft, alle Optionen offenzuhalten, um Venezuela zu befreien. Da spielt einer mit dem Feuer. 

Denn sein Aufruf schließt eine militärische Lösung des Konflikts ein. Doch kann er nicht ernsthaft einen Bürgerkrieg oder eine Intervention einer fremden Armee wünschen. Er sollte lieber froh sein, dass bislang Venezolaner nicht auf Venezolaner schossen. Statt den Konflikt anzuheizen, sollte Guaidó lieber nach friedlichen Wegen aus dem Dilemma suchen. Die Menschen in dem südamerikanischen Land brauchen keinen bewaffneten Konflikt, sondern Nahrung, Medikamente und eine Perspektive. 

Es bleibt zu hoffen, dass bei dem Treffen mit US-Vertretern darüber gesprochen wird, wie Nicolás Maduro ohne Waffengewalt dazu gebracht werden kann, von der Macht zu lassen.

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