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US-Präsident Donald Trump will Chinas Präsidenten Xi Jinping in die Knie zwingen.

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Trump will Unterwerfung

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Der US-Präsident will beim Handelsstreit mit China keine Einigung, sondern einen Gesichtsverlust für Peking. Der Kommentar.

US-Präsident Donald Trump hat über den Kurznachrichtendienst Twitter der chinesischen Führung mit einer Erhöhung der Zölle gedroht. Auch erfahrene Beobachter tun sich schwer, diese Drohung zu deuten. Will Trump nur für das heimische Publikum den starken Mann markieren? Ist er entschlossen, den Handelsstreit eskalieren zu lassen, weil er die Verhandlungen für gescheitert hält? Oder will er nur per Drohung die chinesische Seite zu stärkeren Zugeständnissen zwingen?

Am Ende wird an allem etwas dran sein. Dass Peking sich sperrt, ist kein Wunder. Denn Washington verlangt nicht bloß einige Zollsenkungen, sondern mehr Rechte für US-Investoren, geringeren Einfluss von Chinas Staatsunternehmen, Abnahmemengen für US-Produkte – Trump verlangt von Peking den umfassenden und dauerhaften Umbau seiner Wirtschaft.

Um das zu erreichen, packt der US-Präsident nun den großen Knüppel aus. Die chinesische Führung hatte schon in den vergangenen Wochen klargestellt, dass sie nicht mit der Pistole auf der Brust verhandeln werde. Trumps neue Drohung bedeutet also in jedem Fall einen Gesichtsverlust für Peking. Und genau auf den scheint es Trump anzukommen. Er will keine Einigung. Er will Unterwerfung. 

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