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Die Justiz hat ihr Urteil gefällt - und die Eltern der ermordeten Maria auch.

Mord in Freiburg

Ein Urteil und ein Zeichen

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Nach dem Urteil zu lebenslanger Haft in Freiburg zeigen die Eltern der Ermordeten wahre Größe ? und Flagge gegen rechts. Unser Kommentar.

Hussein K., der die 19-jährige Maria Ladenburger in Freiburg vergewaltigt und ermordet hat, soll lebenslang in Haft. Dem Recht mag mit dem Urteil „lebenslang plus Sicherungsverwahrung“ Genüge getan sein, der Mörder büßt.

Aber, um eine häufig gestellte Frage zu wiederholen: Was ist mit den Eltern und Geschwistern, die ja mit zu Opfern wurden? Müssten sie nicht in ihrer Verzweiflung der AfD, den „Identitären“ und anderen folgen, die den Fall von Anfang an zum Werkzeug ihrer Propaganda gegen Geflüchtete gemacht haben?

Wenige Wochen nach der Tat fragte Martin Sellner, eine Führungsfigur der Identitären: „Ob es wohl eine Maria Ladenburger-Stiftung gegen Migrantengewalt geben wird?“ Marias Eltern haben jetzt ihre Antwort gegeben: Sie haben tatsächlich eine Maria-Ladenburger-Stiftung gegründet. Die soll allerdings nicht hetzen, sondern helfen – unter anderem bei der Integration von Zugewanderten an der Universität.

Ein Hoffnungszeichen anstelle des Hasses: Was für eine Größe! Wenn die Hetzer ein Gewissen hätten, würden sie wenigstens von jetzt an schweigen.

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