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Der Vorsitzende des zuständigen Justizausschusses im Senat, Chuck Grassley, spricht über die FBI-Untersuchung.

Washington

Die Untersuchung gegen Kavanaugh ist ein Witz

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Die Hauptanklägerin gegen Brett Kavanaugh wurde nicht befragt, wichtige Zeugen wurden auf Weisung des Weißen Hauses erst gar nicht zugelassen. Die gesamte Untersuchung ist eine Farce. Ein Kommentar.

Die Untersuchung ist eine Farce. Gerade einmal fünf Tage hatte die amerikanische Bundespolizei Zeit, um mindestens drei mutmaßliche Vorfälle von sexueller Nötigung aufzuklären, die mehr als 30 Jahre zurückliegen. Die Hauptanklägerin wurde nicht befragt, wichtige Zeugen wurden auf Weisung des Weißen Hauses erst gar nicht zugelassen.

Der Bericht, den die Senatoren am Donnerstag hinter verschlossenen Türen einsehen durften, dient nur einem Zweck: Er soll einen Persilschein produzieren und die republikanische Mehrheit für die lebenslange Berufung des erzkonservativen Jurist Brett Kavanaugh ans oberste US-Gericht sichern.

Der vermeintlich aufmüpfige Senator Jeff Flake, der auf der Einschaltung des FBI bestand, hat Präsident Trump einen Riesengefallen getan.

Ob Kavanaugh als junger Erwachsener auf Sauf-Partys tatsächlich jüngere Schülerinnen und Kommilitoninen misshandelt hat, wird wohl nie geklärt werden. Gleichwohl hat sich der 53-Jährige durch die Lügen über seinen damaligen Alkoholkonsum, seine offensichtliche Unbeherrschtheit und seine aggressive, parteipolitische Brandrede während der Anhörung als oberster Friedensstifter des Landes disqualifiziert.

Kavanaugh ist zu einer Galionsfigur im Kulturkampf gegen die Abtreibung und zum Symbol für den Roll-Back der Me-Too-Bewegung geworden.

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