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Union muss sich erneuern

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Von: Kristina Dunz

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Markus Söder und Armin Laschet essen zusammen in einem Bratwurst-Restaurant Nürnberger Würstchen.
Markus Söder und Armin Laschet essen zusammen in einem Bratwurst-Restaurant Nürnberger Würstchen. © Daniel Karmann/dpa

Die Union bleibt durch den Kampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder um die Kanzlerkandidat tief gespalten und muss sich nach der Wahl vieles verändern

Die CSU-Position, dass die Union nur bei einem Wahlsieg einen klaren Regierungsauftrag hätte, hört sich gut an, ist aber vergiftet. Sie sortiert damit noch vor der Wahl eine Machtoption aus, die FDP und Grüne womöglich ziehen würden. Die Union bleibt durch den Kampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder um die Kanzlerkandidat tief gespalten.

Was sich demokratisch sauber anhört, ist zugleich eine Attacke gegen den Kanzlerkandidaten: Nur als stärkste Kraft habe die Union einen Regierungsauftrag und bei einem schlechten Ergebnis müssten Erneuerungen her. Das heißt so viel wie: Entweder Kanzleramt oder Opposition, und wenn Opposition, dann ohne den CDU-Chef an der Spitze der gemeinsamen Fraktion.

Der Schmerz der CSU-Granden, dass Parteichef Söder nicht Kanzlerkandidat geworden ist, sitzt so tief, dass es ihnen recht zu sein scheint, käme Laschet nicht ins Kanzleramt. Wie übrigens CDU-Granden lieber in die Opposition gehen wollten, als Söder die Kanzlerkandidatur zu überlassen. Ja, die Union muss sich erneuern – auch, wenn sie die Wahl gewinnt.

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