Syrien

Ungelöste Probleme

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Erdogans völkerrechtswidrige Invasion in Nordsyrien ist nicht das letzte blutige Kapitel im dramatischen Krieg in Syrien.

Es sollte niemanden überraschen, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die völkerrechtswidrige Invasion in Nordsyrien fortsetzen lassen will - entgegen aller internationaler Kritik und Demonstrationen von Kurden. Zum einen hat sich ihm niemand wirklich in den Weg gestellt, zum anderen will Erdogan mit seiner falschen Politik die Kurden in Syrien klein halten und zugleich möglichst viele syrische Flüchtlinge umsiedeln. Damit will Erdogan die Nachkriegsordnung in seinem Sinne gestalten,

Erdogan fügt damit dem Krieg ein weiteres blutiges Kapitel an. Es wird nicht das letzte sein. Zu viele Probleme sind ungelöst. Was wird mit den IS-Kämpfern, die durch die türkische Offensive frei gekommen sind? Wie will Diktator Baschar al-Assad mit seinen Verbündeten Russland und Iran das Land aufbauen? Was wird mit den Millionen von Flüchtlingen in der Region, die bei einer Rückkehr Repressionen fürchten müssen? Erschreckend, dass darüber kaum noch jemand spricht.

Und Hilfe ist nicht in Sicht. Der US-geführte Westen hat sich schrittweise aus dem Konflikt zurückgezogen. Dabei müssten vor allem Deutschland und die anderen EU-Staaten daran interessiert sein, den Konflikt zu befrieden. Ein paar leere Drohungen und harsche Kritik reichen dafür aber nicht.

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