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Sigmar Gabriel könnte angeblich bald schon Kanzler sein, in Misstrauensvotum gegen Angela Merkel wird es aber wohl kaum geben.
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Sigmar Gabriel könnte angeblich bald schon Kanzler sein, in Misstrauensvotum gegen Angela Merkel wird es aber wohl kaum geben.

Kanzlerschaft

Ungeliebtes Rot-Rot-Grün

  • Christian Bommarius
    VonChristian Bommarius
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Dietmar Bartsch meint, dass Sigmar Gabriel schon bald Kanzler sein könnte. Eine ignorante Vorstellung, hinter der nicht mehr steht als die Kampfparole „Merkel muss weg“. Ein Kommentar.

Seit der vergangenen Bundestagswahl hätte Rot-Rot-Grün rechnerisch eine Mehrheit – aber die Republik wird von der schwarz-roten Koalition regiert. Nach der nächsten Bundestagswahl wird Rot-Rot-Grün nach allen Umfragen rechnerisch keine Mehrheit haben – und die Republik deshalb wahrscheinlich weiterhin von einer Koalition unter Kanzlerin Merkel (CDU) regiert.

Was liegt also für den Befürworter von Rot-Rot-Grün näher, als vor der nächsten Wahl aus der rechnerischen noch schnell eine tatsächliche Mehrheit zu machen? „Herr Gabriel könnte nächste Woche Kanzler sein.“ Das hat der Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch gesagt und damit die SPD zum Bruch der großen Koalition aufgerufen. Der Vorschlag ignoriert, dass Rot-Rot-Grün von der Mehrheit der Bevölkerung vor drei Jahren nicht gewollt wurde und – soweit abzusehen – bei der nächsten Wahl kaum gewollt sein wird.

Bartsch ignoriert auch, dass die Vorstellung, mit Mitgliedern seiner Partei an einem Kabinettstisch zu sitzen, für etliche Vertreter von SPD und Grünen nichts Erhebendes hat. Das liegt weniger an persönlicher Aversion, vielmehr an politischer Differenz. Hinter Bartschs Vision steht also nicht mehr als die Kampfparole „Merkel muss weg“. Auf die Idee sind andere schon früher gekommen.

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