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Hat der November-Lockdown etwas gebracht? Und sind die Lasten gerecht verteilt?
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Hat der November-Lockdown etwas gebracht? Und sind die Lasten gerecht verteilt?

Kommentar

Unbequeme Wahrheiten

  • Michael Bayer
    vonMichael Bayer
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In der Corona-Krise wächst die Zahl der Infizierten langsamer. Trotzdem sind die Zahlen zu hoch. Die Einschränkungen müssen verschärft werden. Ein Kommentar.

Zwei Fragen rücken mit der Debatte darüber, mit welchen Einschränkungen wir in den Dezember gehen, in den Mittelpunkt: Hat der November-Lockdown etwas gebracht? Und sind die Lasten gerecht verteilt?

Das wichtigste Ergebnis ist: Die offizielle Zahl der Corona-Neuinfizierten ist seit knapp zwei Wochen stabil. Obwohl dazu geänderte Messverfahren und Labore am Limit beitragen – das ist ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen ein Virus, das sich ungebremst exponentiell ausbreiten würde. Aber: Die Zahlen sind weiter hoch – und zunehmend alte Menschen mit oft folgenschweren Verläufen betroffen. Deshalb wird die Auslastung der Intensivstationen steigen. Die unbequeme Schlussfolgerung lautet daher: Bund und Länder dürfen die Einschränkungen nicht lockern. Im Gegenteil: Sie müssen sie eher verschärfen.

Das wird gefühlte Ungerechtigkeiten und logische Brüche des Teil-Lockdowns verstärken. Gaststätten und Kultur sind geschlossen, aber Züge dürfen gut besetzt fahren. Zu Hause sind kaum Gäste erlaubt, in Schulen und Büros sitzen wir aber eng zusammen. Die Wut der besonders Betroffenen ist verständlich. Doch wer ihren Rufen nach Gleichbehandlung folgt, hat am Ende nur eine Wahl: den kompletten Lockdown. Und den sollten wir so lange wie vertretbar vermeiden.

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