UN-Klimagipfel

Big Player auf der Bremse

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Die USA und Australien verhindern einen Fonds, mit dem die Industriestaaten den Staaten im Süden helfen sollen, die Schäden durch den Klimawandel bewältigen zu können.

Schon heute kostet der Klimawandel viele Milliarden Dollar - vor allem durch Wetterextreme, die häufiger auftreten und intensiver geworden sind. Vor allem arme Staaten im globalen Süden trifft das hart, die kaum zur Aufheizung der Atmosphäre beigetragen haben. Einen eigenen Fonds aufzulegen, der die entsprechenden Schäden abdecken hilft und hauptsächlich von den Industriestaaten finanziert wird, wäre nur logisch. Nur: Die Hoffnung, dass es schnell dazu kommt, ist wieder zerstoben - auf dem Klimagipfel in Madrid.

Eine Mehrheit dafür gibt es nicht, obwohl schon seit 2013 über den sogenannten Warschau-Mechanismus zur Lösung dieses Problems verhandelt wird. Es gibt zwar gutwillige reiche Staaten, die die Sache voranbringen wollen, darunter die Bundesrepublik, und Finanzmittel bereitstellen - etwa für Klima-Versicherungen. Doch Big Player wie die USA und Australien sperren sich weiterhin, ihre Verantwortung zu übernehmen. Und sie können alle Fortschritte bremsen, Ein sattsam bekanntes Phänomen auf den Klimagipfeln. Madrid macht da eben keine Ausnahme.

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