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70 Cent mehr für den Liter Diesel, 47 Cent mehr für Benzin? 

Höhere Spritpreise

Forderung nach höheren Spritpreisen: Gelbe Westen sind unnötig

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Vor den Vorschlägen des Umweltbundesamtes nach höheren Preisen für Benzin muss sich niemand fürchten, weil die Groko sie ohnehin nicht einführt. Ein Kommentar.

Schockschwerenot. Siebzig Cent mehr für den Liter Diesel, 47 Cent mehr beim Benzin. Das hat das Umweltbundesamt (UBA) empfohlen. So mancher wird die Gelbweste schon mal aus dem Kofferraum holen, um sie gegebenenfalls einzusetzen.

Klimapäckchen“ des Merkel-Kabinetts

Nötig ist das nicht. Bei dieser Bundesregierung muss man keine Sorge haben, dass sie auf die Expertise ihrer Umwelt-Fachbehörde viel gibt. Das UBA will ja nur dafür sorgen, dass die Ökologie nicht unter die Räder kommt und die deutschen Klimaziele eingehalten werden. Ein offenbar zweitrangiges Ziel, wie man am schmalen „Klimapäckchen“ des Merkel-Kabinetts ablesen kann.

Umweltbundesamt gegen Diesel-Subvention

An sich hat das Bundesamt natürlich recht. Die Diesel-Subvention abzubauen und den Sprit zudem bis 2030 in Jahresschritten von unter fünf Cent teurer zu machen, wäre ein guter Weg, die Preise die ökologische Wahrheit sagen zu lassen. Zumal das eingenommene Geld nicht in der Staatskasse bleiben, sondern in Form eines Öko-Bonus pro Kopf an die Bürger ausgezahlt werden sollte. Als Anreiz zum Umsteigen. Aber, wie gesagt, das kommt sowieso nicht.

Von Joachim Wille


Hier lesen Sie lesen Sie alles zum Klimagipfel in Madrid. Vor allem auch, welche Bedeutung der Klimawandel für Deutschland hat. Die Bundesrepublik hat Germanwatch zufolge im vergangenen Jahr erstmals zu den drei am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten gezählt. 

Wegen der Hitzewellen, Stürme und Dürren des Jahres 2018 landete Deutschland hinter Japan und den Philippinen auf Platz drei im neuen Klima-Risiko-Index, den die Entwicklungsorganisation auf der Weltklimakonferenz in Madrid vorstellte. 

Das gab es in der 14-jährigen Geschichte des Ländervergleichs noch nie. Im Langfrist-Index, der die Jahre 1999 bis 2018 auswertet, sind Puerto Rico, Myanmar und Haiti die Länder, die am stärksten von Stürmen, Überflutungen und Dürren betroffen waren. 

 

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