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War Martin Winterkorn eingeweiht?

VW-Skandal

Überfällige Ermittlungen gegen Winterkorn

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Vielleicht lässt sich der Betrugsverdacht nach rein strafrechtlichen Kriterien nicht final nachweisen. Doch das spielt letztlich keine Rolle. Ein Kommentar.

Jetzt ermittelt die Braunschweiger Staatsanwaltschaft auch wegen Betrugverdachts gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn. Das war überfällig. Längst liegen Indizien in großer Zahl vor, die zeigen, dass im Management auf verschiedenen Ebenen und in großer Ausführlichkeit seit 2012 über die Manipulation von Abgaswerten in den USA diskutiert wurde.

Natürlich ist es theoretisch möglich, dass im Konzern alles getan wurde, um dem Vorstandschef Informationen in ihrer ganzen Tragweite vorzuenthalten. Vielleicht lässt sich der Betrugsverdacht nach rein strafrechtlichen Kriterien nicht final nachweisen. Doch das spielt letztlich keine Rolle. Es spielt auch keine Rolle, ob Winterkorn wegen Betrugs tatsächlich verurteilt wird. Wichtig ist, dass endlich auch hierzulande die Justiz sich mit „Betrug“ ganz oben im Volkswagen-Konzern befasst.

Damit wird die Angelegenheit von den Zuständigen auch beim Namen genannt. VW spricht lieber euphemistisch von der Abgasthematik und davon, dass es andere Akteure aus der Branche auch tun. Um es noch einmal klar zu sagen: Das größte deutsche Unternehmen hat jahrelang systematisch und mit Vorsatz seine Kunden und die Behörden in aller Welt betrogen. Und die meisten Behörden haben durch die laxe Auslegung laxer Regeln den Konzern bei seinen kriminellen Machenschaften indirekt unterstützt. Die US-Umweltbehörde EPA ist da die ganz große Ausnahme.

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