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„Afghanistan-Papers“

Überfällige Debatte

  • Andreas Schwarzkopf
    VonAndreas Schwarzkopf
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Die US-Regierung sollte die Fehler von Politik und Militär in Afghanistan angemessen aufarbeiten und die richtigen politischen Schlüsse ziehen. Der Kommentar.

Hoffentlich werden die schmerzhaften und teils niederschmetternden Wahrheiten der „Afghanistan-Papers“ endlich eine offene und ehrliche Debatte über den Einsatz am Hindukusch auslösen - nicht nur in den USA. Die Trump-Administration sollte als erstes damit aufhören, die Lage in dem kriegs- und krisengeschüttelten Land zu beschönigen, so wie es die Vorgänger-Regierungen Bush und Obama offensichtlich seit Beginn der Mission im Jahr 2001 getan haben.

Washington sollte nicht nur die Versäumnisse und Fehler von Politik und Militär angemessen aufarbeiten, sondern auch die richtigen politischen Schlüsse ziehen. Eine nicht ganz überraschende Erkenntnis ist, dass die USA und die Verbündeten nicht wussten, auf was sie sich einlassen und immer noch nicht wissen, wie sie aus dem Land wieder rauskommen. Vieles muss korrigiert werden. So haben beispielsweise viele von Anfang an daran gezweifelt, dass eine zentralistische Regierung die Probleme des Staates lösen kann.

Die US-Administration sollte zudem endlich mit der Regierung in Kabul sowie mit den Verbündeten eine kohärente Strategie entwickeln, statt die Probleme im Alleingang lösen zu wollen. Das gilt auch für die Verhandlungen mit den Taliban.

Afghanistan und kein Ende: Wie das Land am Hindukusch zu befrieden ist, weiß offenbar niemand. Das wird deutlich, wenn man sich die „Afghanistan-Papers“ anschaut.

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