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London verweist auf Geheimdiensterkenntnisse - doch das sind keine schlüssigen Beweise.
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London verweist auf Geheimdiensterkenntnisse - doch das sind keine schlüssigen Beweise.

Streit mit Russland

Übereilte Eskalation

  • Damir Fras
    VonDamir Fras
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Keine schlüssigen Beweise: Die Europäer haben sich zu früh hinreißen lassen, die Russen zu bestrafen. Eine mögliche Vermittlerfunktion haben sie sich damit selbst aus der Hand genommen. Unser Kommentar.

Es ist angebracht, wenn UN-Generalsekretär António Guterres vor einem neuen Kalten Krieg warnt. Ob die Regierungen in Moskau und in den westlichen Hauptstädten auf ihn hören werden, muss man aber stark bezweifeln.

Momentan wird lieber eskaliert. Die Russen schmeißen 60 US-Diplomaten aus dem Land. Zuvor haben die Amerikaner 60 russische Diplomaten aus ihrem Land ausgewiesen. Auch vier deutsche Diplomaten müssen Russland verlassen, weil die Bundesregierung vier russische Botschaftsangehörige des Landes verwiesen hat.

Erstaunlich schnell haben sich viele europäische Regierungen Großbritannien angeschlossen. London sagt, Russland sei verantwortlich für den Anschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal, und verweist auf Geheimdiensterkenntnisse. Das mag sogar stimmen. Doch das sind keine schlüssigen Beweise, wie wir spätestens seit den angeblich hieb- und stichfesten Beweisen gegen Iraks Ex-Diktator Saddam Hussein wissen.

Doch Lehren sind aus dieser Geschichte offenbar nicht gezogen worden. Die Europäer, vor allem die deutsche Regierung, haben sich zu früh hinreißen lassen, die Russen zu bestrafen. Eine mögliche Vermittlerfunktion haben sie sich damit selbst aus der Hand genommen.

Welche Strafen gibt es eigentlich noch, sollten die Ermittler der Organisation für das Verbot chemischer Waffen belegen, dass tatsächlich Russland hinter dem Anschlag steckt? Außer der Rückkehr in die gefährliche Sprachlosigkeit des Kalten Krieges: keine mehr.

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