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Flüchtlinge warten an der Grenze zwischen Syrien und der Türkei.
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Flüchtlinge warten an der Grenze zwischen Syrien und der Türkei.

Türkei

Türkischer Knoten

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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In der Flüchtlingskrise braucht Angela Merkel Hilfe aus der Türkei, einem Partner, dessen Rolle in der Krise des Nahen Ostens zuletzt mehr als fragwürdig war. Ein Kommentar.

An schwierigen Terminen mangelt es Kanzlerin Angela Merkel derzeit nicht. Angesichts des Treffens mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu dürfte ihr der Abstecher zur bockigen Schwesterpartei CSU in Wildbad Kreuth wie ein entspannter Familiennachmittag erschienen sein. Dabei hat es Davutoglu nicht an ergebenen Gesten fehlen lassen. Die Freundlichkeit der Diplomatie sagt aber nur wenig aus über die innere Genugtuung, die der türkische Regierungschef verspürt und genossen haben dürfte.

Jahrelang haben türkische Spitzenpolitiker von Merkel die Botschaft vernommen, dass man für die Türkei in Europa den Status einer privilegierten Partnerschaft vorgesehen habe. In türkischen Ohren klang das stets wie der sorgsam artikulierte, aber bestimmte Verweis, draußen vor der Tür zu bleiben.

Das ist vorbei. In der Flüchtlingskrise braucht Merkel Hilfe aus der Türkei, einem Partner, dessen Rolle in der Krise des Nahen Ostens zuletzt mehr als fragwürdig war. Jenseits der Ergebnisse bei der Flüchtlingsfrage belegt Davutoglus Visite, dass politische Diplomatie mehr denn je davon geprägt ist, das Unvereinbare doch irgendwie zusammenzubringen. Und wem außer Merkel mag man am Ende zutrauen, hierbei etwas zuwege zu bringen?

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