Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In Reih und Glied: Bundeswehrsoldaten in Kundus.
+
In Reih und Glied: Bundeswehrsoldaten in Kundus.

Kommentar zur Bundeswehr

Die Truppe hat ein Problem

  • Markus Decker
    VonMarkus Decker
    schließen

Die Bundeswehr hat Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden. Wollte sie nun nur noch psychisch unbelastete Soldaten in die Einsätze schicken, stieße sie endgültig an ihre Grenzen. Qualitativ liefe eine solche Auswahl auf die Stigmatisierung Betroffener hinaus.

Dass psychische Leiden bei der Bundeswehr zunehmen, ist schon seit längerem ein offenes Geheimnis. Neuerdings liegen belastbare Daten vor. Demnach erleiden zwei Prozent der Afghanistan-Veteranen eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Hinzu kommen andere seelische Krankheiten. Dabei sind vor allem jene in Gefahr, die psychisch vorbelastet waren. Und das sind 20 Prozent.

Nun geht der Afghanistan-Einsatz zu Ende. Und auf ein Abenteuer dieser Art wird sich die westliche Staatengemeinschaft nicht so schnell wieder einlassen. Andererseits kamen auch die Terrorangriffe des 11. September 2001 aus dem Nichts – und die Reaktion darauf. Im Falle einer Wiederholung stünde die Truppe jedenfalls vor einem Problem.

Denn schon heute hat sie Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal  zu finden – als Konsequenz aus der Aussetzung der  Wehrpflicht. Wollte sie nur noch psychisch unbelastete Soldaten in die Einsätze schicken, stieße sie quantitativ an Grenzen. Qualitativ liefe eine solche Auswahl auf die Stigmatisierung Betroffener hinaus. Bereits jetzt haben nicht wenige Soldaten Angst, sich zu offenbaren, weil sie Karrierenachteile fürchten.

Die Bundeswehr ist hier in einem echten Dilemma. Und ihre Angehörigen sowieso.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare