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Die WHO basiert auf der Idee, dem Recht auf Gesundheit ohne Rücksicht auf nationale Egoismen Geltung zu verschaffen.

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Donald Trump redet Unsinn, aber diesmal leider aus Überzeugung

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US-Präsident Trump hat einen neuen Feind gefunden, diesmal die Weltgesundheitsorganisation. Das übliche Gepolter? Nein, es steckt mehr dahinter. Der Kommentar.

Donald Trump hat einen neuen Feind. Diesmal blafft er die WHO an, die Weltgesundheitsorganisation, und droht wegen der Corona-Politik mit Mittelentzug. Ja und? Blafft der US-Präsident nicht täglich jemanden an? Muss man das noch kommentieren?

Ja, denn die Wahl dieses Feindbildes ist nicht so beliebig, wie es scheinen mag. In Wahrheit steckt dahinter eine gefestigte Ideologie, die man nicht vor lauter Unsinn übersehen sollte.

Internationale Solidarität? Nicht mit Trump 

Die WHO basiert auf der Idee, dass eine internationale Organisation, finanziert von den Staaten je nach deren Leistungsfähigkeit, dem Recht auf Gesundheit ohne Rücksicht auf nationale Egoismen Geltung zu verschaffen sucht, und zwar gerade auch in den ärmeren Gegenden der Welt. Das findet zwar nur noch begrenzt statt, private Geldgeber haben leider stark an Einfluss gewonnen, was Trump eigentlich gefallen müsste.

Aber dem US-Präsidenten geht es hier wirklich ums Prinzip: Zu sehr riecht ihm das Ganze immer noch nach internationaler Solidarität. Sie ist es, die er eigentlich bekämpft, und zwar aus Überzeugung. Genau das macht es so gefährlich. 

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