Mittelstreckenraketen

Trump hilft Putin

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Moskau nutzt das mögliche Ende des INF-Vertrags, um sich in ein besseres Licht zu rücken. Kommentar.

Die russische Regierung hat nicht lange gebraucht, um das angedrohte Ende des INF-Vertrags durch US-Präsident Donald Trump für sich zu nutzen. Moskau warnte vor dem Ende des Abrüstungsvertrags und kann sich so fast als Friedensstifter darstellen. Und zugleich sein angekratztes Image aufpolieren, das nach der Annexion der Krim und dem Krieg in Syrien doch arg ramponiert ist. Dabei hat die Regierung von Wladimir Putin auch im Streit über die Mittelstreckenraketen nicht gerade geglänzt.

Allerdings bietet auch Moskau keinen Ausweg aus dem Streit an. Der liegt darin, die verschiedenen Akteure an einen Tisch zu bringen und über die Fortführung und Erweiterung des INF-Vertrags zu verhandeln. Natürlich wird es nicht leicht, die USA, Russland, China und die EU-Staaten dazu zu bringen, über die umstrittenen Raketen zu sprechen. Schließlich sind es sehr unterschiedliche Interessen. Gemeinsam ist ihnen allerdings, dass sie alle Sicherheit anstreben. Sie könnten überdies viel Geld sparen, wenn sie abrüsteten statt aufrüsteten. Es wäre also lohnenswert, darüber zu sprechen. 

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