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Unter den Streitkräften hat Donald Trump überproportional viele Wähler.

Streit mit Kommandeur

Trump akzeptiert nur blinden Gehorsam

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Donald Trump greift einen Kommandeur an, der es gewagt hat, ihn zu kritisieren. Wer nicht für ihn ist, gilt Trump als Feind - ein Kommentar.

Der Oberkommandierende der US-Streitkräfte liebt seine Truppen. Vielleicht, weil es seine Pflicht ist, vielleicht, weil er unter ihnen überproportional viele Wähler hat. Deswegen gibt Donald Trump dem Militär auch besonders viel Geld. Aber wehe, irgendetwas passt ihm nicht. Bei den Gedenkfeiern zum Ende das Ersten Weltkriegs sparte er sich den Besuch eines US-Soldatenfriedhofs, weil es regnete. Auch lebende Soldaten hat er noch nicht im Einsatz besucht, Berichten zufolge ist es ihm in Afghanistan oder Irak zu gefährlich. Präsidenten vor ihm hat das nicht abgehalten.

Das macht die Truppe nicht froh. Auch nicht, dass er einem ehemaligen Kommandeur von Eliteeinheiten maßlose Vorwürfe macht, nachdem der ihn kritisiert hatte. Trump liebt nur sich selbst, Ehrenkodex hin, Pflicht her. Früher oder später hat das noch jeder seiner vermeintlichen Freunde gemerkt, ob Nato-Verbündete, ob US-Justizminister oder Pressesprecher. Der US-Präsident akzeptiert nur blinden Gehorsam – wer nicht für ihn ist, gilt ihm als Feind. Ganz gleich wer, ganz gleich wo. 

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