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Eine Tür mit der Aufschrift „Das Konzert am Samstag fällt aus“

Kommentar

Trotz Absagen: Niemand hat nur ein Ticket ins Nichts gekauft

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Wer verreisen oder sich ein Konzert anhören wollte, bekommen vorerst nur einen Gutschein. Aber es ist nur ein „Zwangskredit“: Am Ende gibt es für alle, die wollen, auch Geld zurück. Der Kommentar.

Für Verbraucher ist es auf den ersten Blick eine bittere Nachricht: Wer ein Ticket für Pauschalreisen, Flüge, Konzerte oder Sportveranstaltungen gekauft hat, die wegen der Corona-Epidemie abgesagt werden, soll nach dem Willen der Bundesregierung kein Bargeld mehr zurückbekommen. Statt der Cash-Erstattung sollen Kunden mit Gutscheinen entschädigt werden. Erst Ende 2021 laufen die Gutscheine ab, dann müssen die Veranstalter den Kaufpreis zurückbezahlen – wenn es sie dann noch gibt. Wenn nicht, sollen Versicherungen oder der Staat einspringen. „Zwangskredit“, diese Bewertung durch Verbraucherschützer ist nicht ganz falsch.

Die, die es sich leisten können, werden das verschmerzen. Allen anderen bleibt, auf die angekündigten Härtefallregelungen zu hoffen. Dabei steckt der Teufel im Detail: Es ist wichtig, dass die Regierung eine großzügige und unbürokratische Regelung für Menschen findet, die auf die Rückzahlung angewiesen sind. Einem Reiseveranstalter die eigene finanzielle Situation offenzulegen, ist niemanden zuzumuten.

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