Syrien

Das Treffen der vier

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Vom geplanten Gipfel zum Syrienkrieg darf man nicht zu viel erwarten.

Immerhin wollen sie miteinander über den Krieg in Syrien sprechen. Insofern ist das geplante Treffen in Istanbul ein kleiner Fortschritt in einem Konflikt, bei dem viele über- statt miteinander reden. Doch allzu viel darf man nicht erwarten, wenn Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron, der russische Staatschef Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bald vor allem über Idlib und den Friedensprozess für das Land diskutieren.

Ihre Interessen sind sehr unterschiedlich. Doch bei der Frage der Flüchtlinge ist das Quartett nah beieinander. Merkel, Macron und Erdogan wollen aus nachvollziehbaren Gründen verhindern, dass sich allzu viele Syrerinnen und Syrer auf den Weg in die Türkei machen und von dort womöglich weiter in europäische Staaten aufbrechen. Das weiß Putin und wird vor allem Merkel und Macron zu Zusagen beim Wiederaufbau drängen. Nur dann kann er Diktator Bashar al-Assad dazu bringen, die Waffenruhe in Idlib einzuhalten. Wenigstgens in diesem Punkt könnten sie sich einigen. 

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