Holocaust

Ein Trauerspiel

  • Ulrich Krökel
    vonUlrich Krökel
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Die Staatslenker haben es beim Auschwitz-Gedenken leider versäumt, ein Zeichen der Gemeinsamkeit zu setzen. Unser Kommentar.

Das Holocaust-Gedenken in Auschwitz hat bitter gezeigt, dass die politischen Lenker der Gegenwart nichts aus dem Grauen von einst gelernt haben. Statt sich angesichts der Herausforderungen unserer Zeit, die von Klima-Katastrophen, Kriegen, Flucht und Ausbeutung geprägt ist, zusammenzuraufen und ein Zeichen der Gemeinsamkeit zu setzen, demonstrierten Polen und Russen, Israelis, US-Amerikaner und bei allem guten Willen auch die Nachfahren der deutschen Täter ihre Ignoranz.

Kremlchef Putin relativierte den Hitler-Stalin-Pakt und warf Polen eine Mitschuld am Kriegsausbruch vor. Die rechtsnationale PiS-Regierung in Warschau arbeitet seit Jahren an einem polnischen Heldenkult, der das Land in einen unsäglichen Opferkonflikt mit Israel gebracht hat. Resultat war ein gespaltenes Gedenken. In Jerusalem durfte der polnische Präsident Duda nicht sprechen. Er konzentrierte sich auf seinen Auftritt in Auschwitz und würdigte die eigenen NS-Opfer.

Dabei war der 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vielleicht die letzte Chance, von den Überlebenden der deutschen Mordmaschinerie das Verzeihen zu lernen. Angehört wurden die Alten, aber zugehört haben ihnen die wenigsten der weltpolitisch Verantwortlichen. 

Von Ulrich Krökel

Polens herrschende Rechtsnationalisten verschieben die Präsidentenwahl – ein bisschen. Und eigentlich verfassungswidrig. Jedes Mittel ist ihnen recht, um an der Macht zu bleiben.

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