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Kommentar zur Opus Dei-Privatschule

Toleranz von oberster Stelle

Eine kleine katholische Laienvereinigung, die weltweit etwa 90.000 Mitgliedern zählt, darf in Potsdam eine reine Jungenschule gründen. Das haben die obersten deutschen Verwaltungsrichter entschieden.

Von Jens Blankennagel

Das verstehen viele wahrscheinlich als Rückschritt ins 19. Jahrhundert, es entspricht aber dem Grundgesetz, in dem es heißt: „Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet.“ Opus Dei darf nun also unterrichten, genau wie die Montessoris und Waldorfs. Das christliche Abendland scheint für die Richter nicht in Gefahr, denn Christen haben in diesem Staat einen Bonus und Opus Dei agiert unter dem Dach der katholischen Kirche.

Dass der Organisation sektenähnliche Strukturen vorgeworfen werden und ein erzkonservatives, nicht unbedingt zeitgemäßes Weltbild – geschenkt. Auch das Frauenbild ist – vorsichtig gesagt – nicht gerade das Modernste. Trotzdem darf die Organisation nun also nur Jungs unterrichten. Das klingt weltfremd, ist aber eine klassische Grundsatzentscheidung, bei der es nur um ein Ja oder Nein ging. Um das Wie müssen sich nun andere kümmern.

Das Land Brandenburg muss nun prüfen, ob das Erziehungskonzept von Opus Dei den Ansprüchen für Privatschulen genügt und zugelassen werden kann, muss oder soll. Bleibt die Frage, ob die religiöse Toleranz auch so groß wäre, wenn eine streng muslimische Gruppe eine Schule gründen und dabei auf keinen Fall Mädchen dabei haben will.

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