ADAC

Tempolimit muss sein

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Der größte Automobilclub hierzulande sollte sich bei der Debatte über eine Geschwingigkeitsbergrenzung auf Autobahnen nicht heraushalten, sondern sich im Interesse seiner Mitglieder dafür aussprechen. Der Kommentar.

Deine Rede sei Ja, Ja oder Nein, Nein. Alles andere ist von Übel. Der ADAC hätte sich an diesem Bibelspruch orientieren sollen. Dann hätte er nicht angekündigt, sich künftig in der Debatte über ein Tempolimit auf Autobahnen heraushalten zu wollen.

Und das nur, weil die 21 Millionen Mitglieder des größten Automobilclubs hierzulande emotional über ein mögliches Ende des uneingeschränkten Rasens diskutieren und polarisiert sind. Gerade dann wäre es nötig, wenn der ADAC sich klar positionieren, die Debatte mit Daten und Fakten versachlichen würde. Dann müsste er sich aber nach Jahrzehnten von dem Slogan „Freie Fahrt für freie Bürger“ verabschieden und sich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung einsetzen. Es würden weniger Menschen im Straßenverkehr sterben.

Der ADAC müsste sogar noch weiter gehen und im Sinne der Gesundheit seiner Mitglieder die Einführung von Technologien fordern, um viele Unfälle zu verhindern. Es geht um Notbremsassistent gegen Auffahrunfälle oder elektronische Sicherung des Einhaltens der Geschwindigkeitsbegrenzung - und vieles mehr.

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