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Trumps Argument ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Syrien

Jetzt ist Europa gefragt

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Donald Trump lässt der Türkei im syrischen Kurdengebiet freie Hand. Das ist ein gefährlicher Fehler. Aber Europa sollte ihn nicht zu laut kritisieren. Ein Kommentar.

Löst eure Probleme doch selbst – dies hat US-Präsident Donald Trump am Montag via Twitter Europäer und Türken wissen lassen. An ihnen sei es, für Sicherheit in ihrer nahöstlichen Nachbarschaft zu sorgen. Selten zuvor war die neue US-amerikanische Selbstbezogenheit so klar zu erkennen. Trumps Argument ist aber auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Er trifft einen wunden Punkt in Europa. Hier scheitert man bisher an dem Anspruch, außenpolitisch stark und geeint aufzutreten.

Vielleicht erklärt die Kränkung darüber zumindest einen Teil der vor allem hierzulande lauten, aber wohlfeilen Kritik an den USA: Deutsche Politiker werfen Washington vor, einen Kriegsschauplatz zu verlassen, den die Bundeswehr selbst nicht betreten soll. Dennoch ist der US-Abzug falsch – weil er abrupt und unkoordiniert erfolgt. Und weil er Folgen haben könnte, die die Region noch weiter ins Unheil stürzen.

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Syrien: EU muss gemeinsame Strategie suchen

Jetzt ist es höchste Zeit für die EU und die Türkei, nach einer gemeinsamen Strategie für den Nahen und Mittleren Osten zu suchen. Die Europäer sollten dazu anerkennen, dass die Türkei zu den wichtigsten Akteuren in der Region zählt. Und die Türkei muss aufhören, ihre geografisch bedingte Stellung als Tor nach Europa als Druckmittel einzusetzen. 

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