Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Deutsche-Bank-Chef John Cryan könnte bald seinen Job verlieren.
+
Deutsche-Bank-Chef John Cryan könnte bald seinen Job verlieren.

John Cryan

Sündenbock gefunden

  • VonStephan Kaufmann
    schließen

Deutsche-Bank-Chef Cryan muss wohl gehen. Bemerkenswert ist dabei die argumentative Hilflosigkeit seiner Kritiker.Es fällt ihnen schwer, genau zu benennen, was er eigentlich falsch gemacht hat. Ein Kommentar.

Es sieht so aus, als könnte Deutsche-Bank-Chef John Cryan bald seinen Job verlieren. Darauf deuten nicht nur die vielen Gerüchte der vergangenen Monate hin, sondern auch der Mangel an eindeutigen Dementis seitens der Bank. Die Frage bleibt allerdings: Warum soll Cryan gehen? Klar, die Zahlen der Bank sind schlecht bis enttäuschend. Bemerkenswert ist dabei aber die argumentative Hilflosigkeit der Cryan-Kritiker. Es fällt ihnen schwer, genau zu benennen, was der Bankchef falsch gemacht hat oder anders hätte machen müssen.

Natürlich wäre es schön gewesen, die Postbank zu verkaufen – allein, es fehlte ein Käufer. Natürlich sollen die Kosten schneller sinken – aber das geht nicht, wenn sich der Verkauf von Geschäftssparten verzögert und Kostenblöcke dadurch erhalten bleiben. Natürlich wäre es schön gewesen, beim DWS-Börsengang zwei Milliarden Euro einzunehmen, aber die Investoren haben nur 1,4 Milliarden geboten. Natürlich bräuchte die Bank höhere Einnahmen, aber worin besteht genau ihr vielzitiertes „Strategieproblem“?

Das ist eine komplizierte Gemengelage, die nun wohl oberflächlich über eine Personalentscheidung entschärft werden soll – gemäß der einfachen Logik: An den niedrigen Renditen ist der Chef schuld, denn wenn er alles richtig gemacht hätte, wären die Renditen ja höher. Wie so oft im Leben wäre damit die Schuldfrage gelöst. Die Sachfrage bleibt erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare