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Annegret Kramp-Karrenbauer füllt die Z-Frage nicht mit Inhalt.

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Die CDU sucht ihre Zukunft - wo bleibt der Inhalt?

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Bei der Klausur zum Jahresauftakt hat sich die Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nicht gerade glänzend präsentiert. Aber muss ihr das schaden? 

Die CDU beginnt das Jahr mit der kürzestmöglichen Ansage, nämlich einem einzigen Buchstaben: Z. Die K-Frage, also das Thema Kanzlerkandidatur, soll der Z-Frage weichen. Funktionieren wird das nur, wenn sich herumspricht, dass das Z nicht für Zoff, Zappeln oder Zaudern stehen soll, sondern für Zukunft.

Dafür braucht es mehr als einen Buchstaben. Mit Inhalten hat die CDU ihn bislang nicht versehen. Der Auftritt der Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Klausur zum Jahresauftakt war einer des Abwartens und Abwiegelns. In Szene gesetzt als Gestalterin des Landes hat sie sich nicht. Bei Wahlkampfterminen schreibt sie emsig mit, während Friedrich Merz andernorts flugs in zehn Thesen die Welt erklärt.

Die Umfragen belohnen Kramp-Karrenbauers Strategie nicht. Dennoch kann es sein, dass die Zukunft der CDU mit ihr verbunden bleibt. Man muss kein Lautsprecher sein, um seine Macht abzusichern. Man kann sie demonstrieren, indem man seinen eigenen Zeitplan verfolgt, mit einer ganz eigenen Mischung von Zurückhaltung und Zuschlagen.

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