Autogipfel

Subventionen gegen Hilfe

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Die Bundesregierung sollte von der Autobranche für die Subventionen für die Elektromobilität eine Gegenleistung verlangen. Der Kommentar.

Der Autogipfel hat für die Autoindustrie ein Subventionspaket geschnürt, das an die zehn Milliarden Euro heranreichen könnte. Die Autobranche muss auf E-Mobilität umschalten, weil die Abgasgrenzwerte verschärft werden. Schon in den nächsten zwei Jahren muss der CO2-Ausstoß neuer Fahrzeuge sinken. Sonst drohen Strafen von vielen Millionen Euro je Hersteller. Um dies zu verhindern, werden E-Autos und Plug-in-Hybriden in den Markt gedrückt.

Der Staat wird den Autobauern helfen. Mit Kaufprämien und mit Unterstützung beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Sonst müssten die Autobauer die Kaufprämien übernehmen und mit Energiefirmen Konzepte für Ladesäulen entwickeln. Das würde Milliarden Euro kosten, aber die Autobauer nicht in den Ruin treiben.

Allerdings würde es einige Aufregung in der Branche geben. Das birgt Risiken, auch politische. Dass die Bundesregierung diese umgehen will, ist clever. Aber sie sollte von der Autobranche eine Gegenleistung verlangen. Zum Beispiel, indem die Konzerne beim Umbau des öffentlichen Nahverkehrs helfen. 

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