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Im Streit über die Flüchtlingspolitk hat Horst Seehofer weite Teile der Republik gegen sich aufgebracht.

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Stüber für Seehofer

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Horst Seehofer kann sich nicht gegen 26 EU-Regierungen stellen. Der Versuch zeigt: Entweder überschätzt er seine Kräfte - oder kann es nicht lassen, Angela Merkel in die Parade zu fahren. Unser Kommentar.

Innenminister Horst Seehofer hat im Streit über die Flüchtlingspolitik weite Teile der Republik gegen sich aufgebracht – mit Ausnahme der AfD und der rechten Flügel von CDU und CSU. Zwar hat Seehofer den Flüchtlingsstreit für beendet erklärt. In der Auseinandersetzung um den Brexit hat er aber eine zweite Front eröffnet. Der Minister macht sich weiter unbeliebt. 

Mal abgesehen davon, dass es nicht richtig wäre, die Sicherheitszusammenarbeit und damit vor allem den Datenaustausch mit Großbritannien ohne rechtliche Grundlagen aufrechtzuerhalten, ist die Intervention Seehofers auch machtpolitisch verfehlt.

Ein deutscher Innenminister ist mächtig – aber nicht so einflussreich, dass er gegen 26 EU-Regierungen ankommt und die eigene Kanzlerin noch dazu. Letzteres hat der deutsche EU-Vertreter in Brüssel klargestellt. Darum gibt es zwei Erklärungen. Entweder Seehofer überschätzt erneut seine Kräfte. Dafür spricht viel. Oder er kann es nicht lassen, Angela Merkel in die Parade zu fahren. Dafür spricht ebenso viel. Es wirkt wie das Ende einer politischen Karriere. 

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