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Studie für das Rauchergewissen

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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Mit einigem tabellarischen Aufwand arbeitet die Wissenschaft dem guten Rauchergewissen zu. Die Absicht der Forscher besteht darin, steigende Tabaksteuern infrage zu stellen

Es ist lange her, dass man die Hervorbringung des blauen Dunstes als zwangsläufige Begleiterscheinung des geselligen Zusammenseins akzeptierte. Im nichtöffentlichen Raum wird der Raucher allenfalls geduldet, meist tritt er in vorauseilender Einsicht den demutsvollen Gang auf den Balkon an.

Rauchen schädigt nicht nur die Gesundheit, der Verbrauch von Tabak gilt auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht als demeritorisches Gut, also als häufiger nachgefragt als gesellschaftlich erwünscht. Die ökonomischen Gewinne des Handels stehen in starkem Widerspruch zu den gesellschaftlichen Kosten. Die Volksgesundheit leidet unter den süchtigen Einzelnen, alle anderen zahlen in Form von steigenden Krankenkassenbeiträgen drauf.

Weder schön noch gut, und es stimmt auch nicht. So will es jedenfalls ein Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie herausgefunden haben. Mithilfe einer Längsschnittbetrachtung von Querschnittsdaten hat er die anfallenden Nettokosten des Rauchens erhoben und kam dabei zu dem Schluss, dass Rauchen eher zu einer Entlastung als einer Belastung von Sozialversicherten und Steuerzahlern führt. Denn früheres Sterben der Raucher hilft sparen. Mit einigem tabellarischen Aufwand arbeitet die Wissenschaft so dem guten Rauchergewissen zu. Die Absicht der Forscher besteht indes darin, steigende Tabaksteuern infrage zu stellen. Denn bislang galt unausgesprochen die Regel: gesunder Staatshaushalt geht vor Volksgesundheit.

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